Kultur & Gesellschaft
Die zerstörerische Güte der Natur – Katastrophen am Vesuv
4. Januar 2012 - 19:00 | Autor:
Joachim Jachnow
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Berichte
Das Kreuz der Symbole. Von Osterreitern und Kreuzträgern
3. April 2010 - 9:47 | Autor:
Robert Langer
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Fundstücke
Der Mensch hat keinen Wert, sondern eine Würde
19. Februar 2010 - 19:30 | Autor:
Annabel Bayatloo
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Meinungen
Leidest Du noch, oder deprimierst Du Dich schon?
13. Januar 2010 - 4:26 | Autor:
Benedikt Rogge
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Meinungen
Lärm kann krank machen. Das gilt nicht nur für die Ohren. Besonders Kopfarbeiter, die sich stark konzentrieren müssen, sind auf ein ruhiges Umfeld angewiesen. Leider stehen die Chancen dafür in unserer Wissensgesellschaft schlecht.
In der Randzone von São Paulo, der perferia, wird in kleinen Bars des abends Poesie zelebriert: Es wird gedichtet, gesungen, gerappt. Die Marginalisierten bekommen ein Podium, das weit über die Vororte hinauswirkt.
Am Ende eines von Katastrophen geprägten Jahres eröffnete in Halle die Austellung Pompeji - Nola - Herculaneum: Katastrophen am Vesuv. Das sachsen-anhaltinische Landesmuseum für Vorgeschichte zeigt nicht nur einzigartige Exponante aus den Vesuvstädten, gemeinsam mit dem Wörlitzer Gartenreich erzählt es auch eine lehrreiche Geschichte über das Miteinander von Zivilisation und Natur.
Die Sehnsucht nach dem unverstellten Ich-Ausdruck hat ein tückisches Janus-Gesicht. Für Redner, die besonders überzeugend sein wollen, entpuppt sie sich häufig als Stolperfalle. Denn wer mag sich schon genau so, wie er ist? Das Rollen-Verständnis guter Schauspieler kann weiterhelfen.
Wie sich über das „Miteinander der Kulturen“ nachdenken lässt, zeigen zwei Kulturwissenschaftler aus der Lausitz, einer zweisprachigen Region, in der die anerkannte Minderheit der Sorben lebt. Anmerkungen zum letzten Interview mit dem deutsch-sorbischen Schriftsteller Jurij Brězan
„Steig oder stirb“ ist ein Buch, das man entweder euphorisch weiterempfehlen „oder abgrundtief hassen kann“. Für seinen Autor, den Extremkletterer Mark Twight, gilt in Bergsteigerkreisen und weit darüber hinaus dasselbe. Hier eine Empfehlung für alle, die mit den extremsten Regungen der menschlichen Natur umgehen können – und eine Kurzzusammenfassung für den Rest.
Irgendetwas stimmt mit dem Navigator nicht. Die letzte Ausfahrt vor Erreichen jenes unwegsamen Terrains, das durch historisch einmalige ökologische und ökonomische Krisenszenarien bestimmt ist, wurde leider verpasst.
Das „Land der aufgehenden Sonne“ bleibt für den westlichen Beobachter auch heute undurchdringlich. Das englischsprachige Sachbuch „Shutting out the Sun“ nimmt sich mit den Hikkikomori – jugendlichen Einsiedlern – einem hierzulande weitgehend unbekannten Phänomen an.
Als Gründungsmythos eignet sich der Raub der Europa nur bedingt, doch die Geschichte des nach ihr benannten Kontinents ist reich an Gewalterlebnissen – geteilte Erinnerung als Weg zu einem gemeinsamen europäischen Gedächtnis? Ein Kolloquium in der Werner Reimers Stiftung befasste sich mit der Zukunft Europas.
Cocaine is a central commodity of the neoliberal age; so, too, its re-processed form (“crack”) for the desperately poor. If we look at cocaine as a social hieroglyph we may glimpse some of the distinguishing features of the contemporary world.
In seinem jüngst auf Deutsch erschienenen Essay
Von Menschen und anderen
Tieren
verabschiedet John Gray mit großer Geste die Moderne, liebäugelt
mit dem Taoismus und empfiehlt seinen Lesern Zoobesuche.
Wenn das Gehirn nicht mehr so will wie früher, muss die Ursache keinen physischen
Ursprung haben. Die so genannte Pseudodemenz ist ein Symptom, an dem unter Depressionen
Erkrankte leiden. Es stört die Leistungsfähigkeit des Gehirns beträchtlich,
bleibt aber oft lange unentdeckt, da nur Experten die Anzeichen erkennen.
In der Lausitz begehen die Sorben mit dem Osterreiten das Osterfest mit einem
jahrhundertealten christlich-heidnischen Brauch. Können solche Traditionen uns
auch heute noch zu neuen Lebensentwürfen inspirieren?
Wie viel ist ein Mensch wert? Das lasse sich nicht beziffern, sagt der Theologe
und Ethiker Dr. Frank Martin Brunn und argumentiert: Der Mensch hat eine Würde,
und die ist nicht abstufbar. Ein Gespräch über die ethischen Konzepte zur Würde
des menschlichen Lebens – auch in umstrittenen Bereichen der Forschung.
Bei der Depression dürfen wir nicht nur auf das kranke Individuum schauen. Wir
müssen auch die gesellschaftlichen Ursachen des Leidens erkennen. Um die Depression
zu bekämpfen, fordern viele eine bessere Diagnostik und therapeutische Versorgung.
Der psychiatrische Blick übersieht jedoch die gesellschaftlichen Ursachen und
die politische Dimension depressiver Symptome. Das darf so nicht bleiben.