Bildgebende Verfahren

Bildgebende Verfahren sind Methoden mit denen hirnanatomische Strukturen mit Hilfe von Messwerten rekonstruiert und dreidimensional visualisiert werden.
Die Grundlage für kognitive Prozesse sind Veränderungen in der Hirnaktivität, die sich auf neuronale Aktivitäten zurückführen lassen. Damit verbunden sind in den entsprechenden Arealen erhöhte Hirndurchblutung sowie vermehrte Stoffwechselaktivität. Diese Faktoren lassen sich lokalisieren, messen und darstellen.
Entscheidend bei der visuellen Umsetzung ist das Lambert-Beer Gesetz. Es besagt, dass jedes Gewebe mit der Änderung des funktionalen Zustandes auch seine optischen Eigenschaften ändert. Wenn Lichtquanten auf Gewebe treffen, werden sie je nach Durchblutung und Stoffwechselzustand, verschieden stark reflektiert oder absorbiert. Die photographische Erfassung wird somit möglich.
Zu den gängigen Methoden der Neurowissenschaft gehört beispielsweise die Positronenemissionstomographie (PET). Neuronen, die elektrische Impulse senden, benötigen zum Beispiel mehr Zucker und Sauerstoff. Diese Stoffe werden radioaktiv markiert und injiziert. Nach einer chemischen Reaktion kann mit Hilfe von Detektoren ein Bild konstruiert werden, das zeigt wo im Gehirn ein erhöhter Verbrauch der Stoffe zu verzeichnen ist.


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