Kognitive Psychologie – Denken in Gedanken?

Das Wort „kognitiv“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet bemerken oder erkennen. Die Wissenschaft der kognitiven Psychologie untersucht die Organisationsstrukturen der Psyche und wie sie intelligentes Denken hervorbringen. Die Kernbereiche sind Aufmerksamkeit, Denken und Gedächtnis und stehen in enger Verbindung mit Wille, Motivation, Emotion und Handlungssteuerung.
Kognitive Psychologie ist eine interdisziplinäre Forschungsrichtung aus Psychologie, Informatik, Linguistik, Philosophie, und Neurowissenschaft.
Die Definition für Kognition nach Sheettleworth aus dem Jahr 2001 lautet:
„Kognition im weiteren Sinne schließt (…) alle Wege, in denen Umweltinfos über die Sinne aufgenommen, verarbeitet, behalten und für die Entscheidungsfindung verwendet werden, ein.“
Dazu werden die wahrgenommenen Informationen in Wörter, Zeichen und Symbole gefasst.
Sie werden im Hinblick auf Erfahrungen und Erwartungen analysiert, neu geordnet und interpretiert. Daraus ergeben sich Urteile, Entscheidungen und Schlussfolgerungen, die zielgerichtetes und angemessenes Verhalten möglich machen.
Der Begriff „Gedanke“ ist für alle diese komplexen Vorgänge nicht ausreichend. Folglich wird in der kognitiven Psychologie kaum benutzt. Wissenschaftlern teilen „den Gedanken“ in die verschiedene Denkprozesse je nach Art, Anlass und Ziel ein.


» Fenster schließen