Falsche Deponieabdeckungen gefährden nicht nur das Klima. In Skellingsted,
Schweden, verursachte Methan aus einer Mülldeponie 1991 die Explosion eines
Hauses.
Ein Starkregen hatte alle Poren in der Deponieabdeckung verschlossen. Das Gas
staute sich unterirdisch an, weil es nicht durch die Deponieabdeckung entweichen
konnte und weil Bakterien es nicht schnell genug abbauen konnten. Durch die
Wetterlage fiel der Luftdruck plötzlich ab. Dadurch dehnte sich das Gas
schlagartig aus. In der Nähe des Hauses konnte das ganze angestaute Gas
aus dem Boden entweichen. Ein kleiner Funke genügte, um das Gas zur Explosion
zu bringen.
Skellingsted ist kein Einzelfall. Unter ähnlichen Umständen explodierten
Mülldeponien in Loscoe, England und Masserano, Italien.