Einundzwanzigmal klimagefährdender als CO2

Jeden Tag erhitzt die Sonne unsere Erde. Nachts wird diese Energie wieder abgestrahlt – in Form von Infrarot-Strahlung. Der Treibhauseffekt beruht darauf, dass Moleküle in der Atmosphäre diese Infrarot-Strahlung aufnehmen und so die Wärme speichern. Die Moleküle werden dabei in Schwingung versetzt. Jedes Molekül, ob Kohlendioxid (2) oder Methan (CH4), schwingt wegen seinem Aufbau anders. Methan kann deshalb nur Infrarot-Strahlung von ganz bestimmter Wellenlänge aufnehmen. Und zwar genau von der Wellenlänge, die CO2 nicht aufnehmen kann. Wäre also kein Methan in der Atmosphäre, könnte die Infrarot-Strahlung dieser Wellenlänge, und somit auch die Wärme, in den Weltraum abgestrahlt werden. Die Erde könnte Hitze abgeben. Kohlenstoffdioxid ist bereits in hohen Konzentrationen in der Atmosphäre vorhanden, Methan jedoch nicht. Jedes zusätzliche Kilo Methan in der Atmosphäre hat deshalb einen viel stärker isolierenden Effekt als jedes zusätzliche Kilo CO2.
Ein zweiter wesentlicher Aspekt ist, dass Methan viel kürzer in der Atmosphäre bleibt als CO2, denn es wird schneller abgebaut.
Diese zwei Effekte – Absorptionskraft und Verweildauer in der Atmosphäre – werden mit einer komplizierten Formel verrechnet. Ergebnis: Ein Kilo Methan hat einen einundzwanzig Mal stärkeren Effekt auf das Klima als ein Kilo CO2.


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