Die Idee der Wasserstoffbombe leitet sich aus der Äquivalenz zwischen
Masse und Energie ab. Auch die Spaltungsbombe beruht auf diesem Prinzip; der
freigesetzte Energiebetrag aber ist bei der Fusion kleiner Atomkerne, auf die
gesamte Masse bezogen, sehr viel größer als bei der Spaltung von
großen Kernen. Bei Wasserstoffbomben (Kernfusionswaffen, thermonukleare
Waffen) dient zudem ein herkömmlicher Atomsprengsatz dazu, die Fusion in
Gang zu setzten.
Ihre Sprengkraft ist gewaltig: Bereits Ivy Mike erreichte 10,4 Mio TNT-Äquivalent
– fast das 700-fache der Hiroshima-Bombe.
Die Wasserstoffbombe ist eine relativ „saubere“ Bombe: Nur die erste
der verschiedenen Brennstufen erzeugt radioaktive Spaltprodukte, die das giftige
Fall-Out bedingen. Vergleichswert: Der Fissionsanteil der Zar-Bombe
von 1961 betrug etwa 3%, der Rest der Energie wurde durch Kernfusion erzeugt.