Die Internationale Balzan-Stiftung wurde 1956 von Angela Balzan zu Ehren ihres
Vaters gegründet. Dieser, Eugenio Balzan, war langjähriger Mitherausgeber
der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“. Die Stiftung
hat zwei Sitze. In Mailand wird vor allem über die wissenschaftlichen Belange
entschieden. In Zürich wird das Stiftungsvermögen verwaltet. Die Stiftung
finanziert sich über Fondsgeschäfte, aus deren Gewinnen sämtliche
Kosten inklusive der Preisgelder bestritten werden.
Die Stiftung fördert weltweit wissenschaftliche und kulturelle Leistungen.
Die mit einer Preissumme von je einer Million Schweizer Franken verbundenen
Auszeichnungen gehören zu den höchst dotierten Preisen der Welt. Mit
der Annahme des Preises ist die Verpflichtung verbunden, mindestens die Hälfte
der Preissumme zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu verwenden.
Jedes Jahr werden vier Wissenschaftler aus den Naturwissenschaften, den Geistes-
und Sozialwissenschaften sowie der Kunst geehrt. Die konkreten Fachgebiete der
Preisvergabe wechseln jährlich. Hier findet man eine
Übersicht über die bisherigen Preisträger.
Ein Sonderpreis für Humanität und Frieden in Höhe von zwei Millionen
Schweizer Franken wird mindestens alle drei Jahre verliehen.
Die Preisverleihung fand dieses Jahr am 11. November in Bern statt. Ausgezeichnet
wurden Lothar Lederose (Kunstgeschichte Asiens), Peter Hall (Sozial- und Kulturgeschichte
der Stadt seit dem Anfang des 16. Jahrhunderts), Peter R. Grant und Rosemary
Grant (Populationsbiologie) sowie Russel J. Hemley und Ho-kwang (David) Mao
(Minaralphysik). Die Preisgebiete des kommenden Jahres können auf www.balzan.ch
nachgelesen werden.