Wenn ein Forscher ein Gen ausgeschaltet hat, spricht er im Laborjargon davon, dass er es ausgeknockt hat. Dabei unterscheidet man zwischen einem „Knockout“ oder einem „Knockdown“. Bei einem Knockout ist das Gen komplett ausgeschaltet. Das macht man zum Beispiel, indem man eine Mutation einfügt, die bewirkt, dass das Gen nicht mehr vollständig abgelesen werden kann. Bei einem Knockdown hingegen ist das Gen nicht vollständig ausgeschaltet, sondern es ist nur „unterdrückt“. Dies geschieht bei RNAi. Dabei ist das Gen an sich noch intakt und eine mRNA wird produziert. Diese mRNA wird aber durch RNAi zerstört. Dabei wird oft nicht alle mRNA vernichtet und von einigen wenigen mRNAs werden noch Proteine hergestellt. Dann gibt es in der Zelle zwar nicht mehr so viel von diesem Protein, wie es in normalen Zellen gibt, aber ein kleines bisschen von diesem Protein ist noch vorhanden. Deswegen nennt man es dann nur einen Knockdown.