Meinungen
„Es gibt keine Professionalisierung im Universitätsmanagement“
9. März 2010 - 23:00 | Autor: Moritz Trebeljahr | Typ: Meinungen
Der Mensch hat keinen Wert, sondern eine Würde
19. Februar 2010 - 19:30 | Autor: Annabel Bayatloo | Typ: Meinungen
Leidest Du noch, oder deprimierst Du Dich schon?
13. Januar 2010 - 4:26 | Autor: Benedikt Rogge | Typ: Meinungen
Die Promotionskrise. Vom Leidensweg einer Doktorandin
30. März 2009 - 6:06 | Autor: Jana Hohenfeld | Typ: Meinungen
Öffentliche Wissenschaft: Eine Bastelanleitung
25. Februar 2009 - 20:01 | Autor: Christian Spannagel | Typ: Meinungen
Entzauberte Mär von der Allmacht des Marktes
1. Dezember 2008 - 8:00 | Autor: Tim Engartner | Typ: Meinungen
Die Generation Dr. Golf geht in Rente
1. Dezember 2008 - 7:00 | Autor: Frank Berzbach | Typ: Meinungen
Freiheit als Herausforderung – Zwölf Thesen zur Universität der Zukunft
31. März 2008 - 7:39 | Autor: Birger P. Priddat | Typ: Meinungen
Mehr als eine Idee von Gutmenschen: Überlegungen zum christlich-muslimischen Dialog
1. Februar 2008 - 10:00 | Autor: Marcus Knaup | Typ: Meinungen
Anzeigen
Im Dezember bekam Rudolf Steinberg für seine Reformen als Präsident der Universität
Frankfurt den Hessischen Verdienstorden verliehen. Mit sciencegarden
sprach er über Universitäts-Manager, die Bachelorisierung des deutschen Hochschulwesens
und akademische Michelin-Sterne.
Wie viel ist ein Mensch wert? Das lasse sich nicht beziffern, sagt der Theologe
und Ethiker Dr. Frank Martin Brunn und argumentiert: Der Mensch hat eine Würde,
und die ist nicht abstufbar. Ein Gespräch über die ethischen Konzepte zur Würde
des menschlichen Lebens – auch in umstrittenen Bereichen der Forschung.
Eine Milliarde Menschen sind unternährt. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind.
Nicht der Mangel an verfügbaren Lebensmitteln, sondern ein perverses Weltwirtschaftssystem
trägt daran Schuld. Mauricio García vom Schweizer Hilfswerk Swissaid
sprach mit sciencegarden darüber, warum auch in ressourcenreichen Ländern
wie Kolumbien Menschen arm sind und was dagegen zu tun ist.
Bei der Depression dürfen wir nicht nur auf das kranke Individuum schauen. Wir
müssen auch die gesellschaftlichen Ursachen des Leidens erkennen. Um die Depression
zu bekämpfen, fordern viele eine bessere Diagnostik und therapeutische Versorgung.
Der psychiatrische Blick übersieht jedoch die gesellschaftlichen Ursachen und
die politische Dimension depressiver Symptome. Das darf so nicht bleiben.
Über
den Reichtum einer entwickelten Gesellschaft entscheidet heute in erster Linie
das Netzwerk von Wissenschaft, Technologie und Wirtschaft. Das amerikanische
Netzwerk ist anders verdrahtet als das Europäische. Es ist schneller, effizienter,
muskulöser. Das europäische ist träger und stabiler.
Dass
die Promotion kein Spaziergang werden würde, war unserer Autorin von vornherein
klar. Doch das Ausmaß der Krise, in die sie an der Seite ihres Doktorvaters
geriet, hätte sie beinahe auf Abwege gebracht. Promovierenden möchte sie deswegen
ein paar Tipps auf den steinigen Weg zum Doktorhut geben.
Web-2.0-Anwendungen bieten Wissenschaftlern die Möglichkeit, Netze mit Menschen außerhalb des Hochschulbetriebs zu knüpfen und mit diesen in einen konstruktiven Austausch zu treten. Wie das geht, verrät diese Bastelanleitung.
Um
die Philosophie ist es an den Universitäten schlecht bestellt. Die akademischen
Philosophen von heute eifern nicht mehr den existentiellen Fragen des Lebens
nach, sondern ECTS-Punkten und Drittmitteln. Die Ökonomisierung der Universitäten
macht der wirklichen Sinnsuche den Garaus.
Weltweit schnüren Regierungen milliardenschwere Hilfspakete, um angeschlagene Banken zu retten, verunsicherten Bürgerinnen und Bürgern Vertrauen einzuflößen und ein Abgleiten ihrer Volkswirtschaften in die Rezession zu verhindern. Stehen wir nun vor dem Ende des globalen Kasinokapitalismus - einem System, in dem das weltweite Devisengeschäft den Handel mit Waren und Dienstleistungen um das 70-fache übersteigt?
Eine Dozentenstelle im BA-Studiengang – kein ungewöhnlicher Job für die Post-Docs
der Generation Golf. Dieser Berufsalltag hat viele in die innere Emigration
getrieben. Frustrierendes aus der schönen neuen Welt der Berufshochschule.
Die Deutschen sind lernfaul und starten viel zu spät ins Berufsleben - so singt uns eine Leier, die in der Presse regelmäßig ihre schiefen Töne spielen darf. Höchste Zeit für den Einspruch eines Bildungsoldies.
Ingenieure werden überall gesucht und allem Anschein nach gut bezahlt. Da sich Neu-Studierende eigentlich nie um die Plätze an den technischen Fakultäten prügeln, sind sie offenbar zu dumm, ihre Chance zu erkennen und zu faul, das harte Studium auf sich zu nehmen. Oder steckt doch mehr hinter der Ing.-Schmähung deutscher Hochschüler?
Birger
P. Priddat ist Professor für Politische Ökonomie und Präsident der renommierten
Privatuniversität Witten/Herdecke. In sciencegarden veröffentlicht
er 12 Thesen zur Universität der Zukunft.
Immer
wieder wird ein Dialog zwischen den Religionen eingefordert. Manche tun dies
angesichts zahlreicher Selbstmordattentate oder der Anschläge vom 11.
Sept. 2001 als eine Idee von Gutmenschen ab. Doch welche Basis gibt es überhaupt
für einen Dialog zwischen Christen und Muslimen? Welche Perspektiven
für einen interreligiösen und interkulturellen Dialog lassen sich
aus der gemeinsamen Geschichte aufzeigen?
Außer
uns auf methodisch solider Basis mit Erkenntnissen zu versorgen, soll Wissenschaft
heute auch gesellschaftlich relevant sein. Wenn nicht, droht der betreffenden
Disziplin mittelfristig ein Versiegen der Geldquelle. Doch auch die Berücksichtigung
gesellschaftlicher Forderungen hat ihren Preis. Skizze eines Balanceakts.