Fundstücke
Philologisches für Feinschmecker
15. September 2011 - 17:12 | Autor:
Christian Dries
| Typ:
Fundstücke
Das Kreuz der Symbole. Von Osterreitern und Kreuzträgern
3. April 2010 - 9:47 | Autor:
Robert Langer
| Typ:
Fundstücke
Arnim Regenbogen hat eine
Chronik der philosophischen Werke
verfasst, die Einsichten in unbekannte Bezüge verspricht, jedoch vor allem eines belegt: Querverbindungen entstehen im Kopf.
Christian Wohlers hat seine Reihe von exzellenten Neuübersetzungen der Hauptwerke René Descartes' um den
Discours de la Méthode
ergänzt. Das „vielleicht berühmteste Vorwort der Philosophie“ erstrahlt in neuem Glanz.
Der Kölner Rhetorik-Trainer Peter Sprong hat einen ungewöhnlichen Ratgeber geschrieben. Statt die üblichen methodischen Kniffe zu verkaufen, lotet er das (typisch deutsche) Unbehagen an der öffentlichen Rede aus und schickt seine Leser auf die Reise zu den Quellen von Scham und Schuld.
Wie sich über das „Miteinander der Kulturen“ nachdenken lässt, zeigen zwei Kulturwissenschaftler aus der Lausitz, einer zweisprachigen Region, in der die anerkannte Minderheit der Sorben lebt. Anmerkungen zum letzten Interview mit dem deutsch-sorbischen Schriftsteller Jurij Brězan
„Steig oder stirb“ ist ein Buch, das man entweder euphorisch weiterempfehlen „oder abgrundtief hassen kann“. Für seinen Autor, den Extremkletterer Mark Twight, gilt in Bergsteigerkreisen und weit darüber hinaus dasselbe. Hier eine Empfehlung für alle, die mit den extremsten Regungen der menschlichen Natur umgehen können – und eine Kurzzusammenfassung für den Rest.
Der Philosophieprofessor Alfons Reckermann hat eine dreibändige Einführung in den Gedankenkosmos der Antike vorgelegt, die das Prädikat ‚Bildungsreise‘ verdient.
1964 trifft Joachim Fest Hannah Arendt in Baden-Baden zum Radiogespräch – über Adolf Eichmann, das Täterprofil des NS-Regimes und den „Satz vom Widerspruch im Moralischen“. Der Piper-Verlag hat daraus ein Buch gemacht, das wenig Neues bringt, die Forschergemeinde aber dennoch entzücken wird.
Kritik am sogenannten Reformprozess von Bologna ist allerorten zu vernehmen. Doch mit einer Reform der Reform ist es kaum getan. Der Philosoph Slavoj Žižek sieht viel tiefergehende Ursachen am Werk. Gerade die politische Linke sollte sich deren bewusst sein.
Das „Land der aufgehenden Sonne“ bleibt für den westlichen Beobachter auch heute undurchdringlich. Das englischsprachige Sachbuch „Shutting out the Sun“ nimmt sich mit den Hikkikomori – jugendlichen Einsiedlern – einem hierzulande weitgehend unbekannten Phänomen an.
Der Hamburger Felix Meiner-Verlag hat seine
Enzyklopädie Philosophie
inhaltlich und optisch gründlich überarbeitet und beweist damit verlegerischen Mut wider den digitalen Zeitgeist.
Gibt es so
etwas wie Mekkas der Moderne? Bekannte Schriftsteller, Forscher und
Journalisten haben sich auf die Suche gemacht und ein Buch geschrieben,
das zu einer Lesereise zu 76 Pilgeorten der Wissenschaft einlädt. Das
Aspen Center for Physics in Colorado ist eines dieser Mekkas, an
denen noch die Muse küsst, fernab von hochschulpolitischer Bürokratie.
In seinem jüngst auf Deutsch erschienenen Essay
Von Menschen und anderen
Tieren
verabschiedet John Gray mit großer Geste die Moderne, liebäugelt
mit dem Taoismus und empfiehlt seinen Lesern Zoobesuche.
In der Lausitz begehen die Sorben mit dem Osterreiten das Osterfest mit einem
jahrhundertealten christlich-heidnischen Brauch. Können solche Traditionen uns
auch heute noch zu neuen Lebensentwürfen inspirieren?
Selbstfindung
per pedes ist groß in Mode. In seinem Buch „Wohin pilgern wir?“ erklärt Notker
Wolf, warum der Weg nicht das Ziel ist, und erzählt von mittelalterlichen Reisenden,
denen die Pilgerfahrt als Alibi für ihre Abenteuerreisen diente. Die bewundernswerte
Kenntnistiefe des Autors, gepaart mit seinem herzlichen Humor, macht das Buch
zu einem Lesevergnügen.
Am
14. Dezember 1989 verstarb der russische Physiker und Friedesnobelpreisträger
Andrej Dmitrijewitsch Sacharow. Sein Einsatz für nukleare Abrüstung und Menschenrechte
ist auch nach 20 Jahren ein leuchtendes Vorbild.