Wissensgesellschaft
Darf ich vorstellen? Europas Wissenschaft
1. Oktober 2008 - 1:40 | Autor: Claudia Gerhardt | Typ: Berichte
"Sachbücher klären nicht auf, sie klären den Leser ab"
1. Oktober 2007 - 9:45 | Autor: Christiane Zehrer | Typ: Berichte
Was ist gesellschaftlich relevante Wissenschaft? Plädoyer für den Abbau (gesellschafts)politischer Grenzen
1. Oktober 2007 - 8:30 | Autor: Tim Engartner | Typ: Meinungen
Mehr Effizienz in der Forschungsarbeit
1. Februar 2007 - 11:30 | Autor: Bert Brückmann | Typ: Berichte
Wissensgesellschaft als Experimentierraum
1. November 2006 - 10:00 | Autor: Tobias Knobloch | Typ: Berichte
Die Universität und der KnowledgeholderValue
1. Mai 2006 - 12:00 | Autor: Christian Pohl | Typ: Meinungen
Wer nicht surft bleibt dumm? Über das Für und Wider der Online-Enzyklopädie Wikipedia
1. Oktober 2005 - 12:00 | Autor: Martin Schöb | Typ: Berichte
Humanismus reloaded oder Welche Wissensgesellschaft wollen wir?
1. Juli 2005 - 12:00 | Autor: Martin Schöb | Typ: Meinungen
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Um
die Philosophie ist es an den Universitäten schlecht bestellt. Die akademischen
Philosophen von heute eifern nicht mehr den existentiellen Fragen des Lebens
nach, sondern ECTS-Punkten und Drittmitteln. Die Ökonomisierung der Universitäten
macht der wirklichen Sinnsuche den Garaus.
Fünf
Tage lang war Barcelona im Juli Schauplatz des „Euroscience Open Forum“. Sciencegarden
hat ein paar Souvenirs vom größten interdisziplinären Treffen der europäischen
Wissenschaft mitgebracht.
Guter
Journalismus ist Mangelware. Gerade in Zeiten informeller Überflutung sind
gewissenhafte Redakteure und gut ausgebildete Journalisten vonnöten. Die von
Gabriel García Márquez ins Leben gerufene Stiftung Nuevo Periodismo
versucht jenseits des Atlantiks journalistische Tugenden zu rehabilitieren und
jungen Reportern das nötige Rüstzeug für steiniges Terrain auf den Weg zu geben.
Stephan
Porombka ist Professor für Literatur und Kulturjournalismus am kulturwissenschaftlichen
Fachbereich der Universität Hildesheim. Sciencegarden sprach mit ihm
über die Illusion der Aufklärung durch Wissenschaftsjournalismus,
den „information flow“ und PR-scheue deutsche Wissenschaftler.
Außer
uns auf methodisch solider Basis mit Erkenntnissen zu versorgen, soll Wissenschaft
heute auch gesellschaftlich relevant sein. Wenn nicht, droht der betreffenden
Disziplin mittelfristig ein Versiegen der Geldquelle. Doch auch die Berücksichtigung
gesellschaftlicher Forderungen hat ihren Preis. Skizze eines Balanceakts.
„Gesellschaftliche
Relevanz“ soll das alleinige Kriterium für den neuen Promotionspreis
der Körber-Stiftung sein. Er rückt an die Stelle des etablierten
Deutschen Studienpreises. Auf einer Tagung in Hamburg wurde gefragt, was das
überhaupt sei. Unser Redakteur Frank Berzbach gibt darauf ungefragt,
also provokant Antwort.
Je länger und intensiver man sich ein Forschungsfeld erschlossen hat, desto weniger ist man bereit, von gewonnen Einsichten abzurücken. Gesellschaftlich relevant ist Wissenschaft aber nur dann, wenn sie (gesellschafts)politische Grenzen überschreitet, Meinungen Andersdenkender nicht nur respektiert, sondern fruchtbar macht, und Raum dafür schafft, dass Menschen auf der Grundlage neu gewonnener Erkenntnisse umdenken können.
Die
vernetzte Zusammenarbeit über das Internet bietet große Chancen
für eine effizientere Forschung. Das Projekt WIKINGER sucht mit der
Hilfe von Web 2.0- und Semantic Web-Technologien nach neuen Wegen der Kollaboration
und Wissensgenerierung in der Forschungsarbeit.
Die
Technologien, die im Web 2.0 zum Zuge kommen, können auch die Zusammenarbeit
erleichtern, besonders in kreativen Berufen. Doch damit das so betriebene
Wissensmanagament etwas nützt, müssen sich die Menschen auf das
System einlassen. Der Media-System-Designer Johannes Kleske hat die Möglichkeiten
ausgelotet – und ist auch auf Grenzen gestoßen…
Das
Internet hat auch die Wissenschaft radikal verändert. Aber wie? Unser
Autor wagt einen Ausblick in die digitale Zukunft der Universität, die
schon längst begonnen hat.
Die postindustrielle Gesellschaft des Informationszeitalters ist zunehmend wissensbasiert und sieht sich gleichzeitig mit immer mehr Nichtwissen konfrontiert. Daher hat sie die experimentelle Methode aus dem Labor in zwei Richtungen ausgeweitet: Im fiktionalen Raum macht sie Gedankenexperimente und Computersimulationen, an sich selbst vollzieht sie Realexperimente.
Universitäre
Forschung und Lehre haben unbestreitbar einen gesellschaftlichen Nutzen. Zweifelhaft
bleibt jedoch, ob und wie sich dieser Nutzen von außen steuern lässt.
Mit dem Trend, an deutschen Universitäten die „Werthaftigkeit“
von Wissenschaft und Fächern zu messen, beschäftigt sich Christian
Pohl.
Mit dem zunehmenden Erfolg wächst auch die Kritik an der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia, vor allem hinsichtlich der Zuverlässigkeit ihrer Inhalte. Weil auch sciencegarden seit kurzem den Wikicheck zum schnellen Nachschlagen von Begriffen in der Wikipedia anbietet, haben wir einen sachkundigen Autoren um eine ausgewogene Darstellung der Potentiale und Grenzen des Lexikons gebeten.
Im
Wettstreit der Schlagworte gehört ‚Wissensgesellschaft‘ zu
den hartnäckigsten Konkurrenten von ‚Globalisierung‘, die
zugehörigen Debatten aber stellen sich unterschiedlich dar. Und bei jener
zur Wissensgesellschaft fehlt ein entscheidender Aspekt. Ein Appell nicht
nur an die Soziologie.
Leerbücher und Lehrbücher III: Aus der Masse wissenschaftlicher Einführungsliteratur ragen die gehaltvollen Bände der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (WBG) wohltuend heraus. Christian Dries hat sich einige von ihnen näher angesehen. Eine Sammelrezension.