Politik
Verfassungswidriger Eingriff in die Wissenschaftsfreiheit
31. August 2011 - 7:00 | Autor: Jens Halfwassen | Typ: Meinungen
„Es gibt keine Professionalisierung im Universitätsmanagement“
9. März 2010 - 23:00 | Autor: Moritz Trebeljahr | Typ: Meinungen
"Kein Anlauf zur Wiedereinführung der Studiengebühren in Hessen"
1. Oktober 2008 - 2:10 | Autor: Moritz Trebeljahr | Typ: Berichte
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Das Landeshochschulgesetz Baden-Württemberg schreibt die Akkreditierung der durch Bologna neu eingeführten BA- und MA-Studiengänge bei einer „anerkannten Stelle“ vor. Diese Vorschrift ist in mehrfacher Hinsicht verfassungswidrig und damit nichtig – meint der Heidelberger Philosophie-Ordinarius Jens Halfwassen.
Kommilitonen werden „Mitschüler“ genannt, die Universität auch manchmal „Schule“: Das Durchschnittsalter in den Masterstudiengängen sinkt. Dass die Beschleunigung des Studiums ungute Folgen hat, zeigt sich inzwischen deutlich.
Der Freiburger Emeritus Wolfgang Eßbach ist einer der schärfsten Kritiker des Bologna-Prozesses. Für den Ausschuss für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern verfasste er im letzten Jahr eine Stellungnahme – genauer: eine fulminante Abrechnung.
Seit Humboldt ist die deutsche Universität im Besitz der Professorenschaft. Ihre Fixierung auf Fachwissen erzeugt die Verschulung und Überfrachtung der BA-Studiengänge – nicht Bologna. Raum für Kreativität und problembasierte, aktivierende Projekte wäre die Lösung.
Als Gründungsmythos eignet sich der Raub der Europa nur bedingt, doch die Geschichte des nach ihr benannten Kontinents ist reich an Gewalterlebnissen – geteilte Erinnerung als Weg zu einem gemeinsamen europäischen Gedächtnis? Ein Kolloquium in der Werner Reimers Stiftung befasste sich mit der Zukunft Europas.
Cocaine is a central commodity of the neoliberal age; so, too, its re-processed form (“crack”) for the desperately poor. If we look at cocaine as a social hieroglyph we may glimpse some of the distinguishing features of the contemporary world.
Im Dezember bekam Rudolf Steinberg für seine Reformen als Präsident der Universität
Frankfurt den Hessischen Verdienstorden verliehen. Mit sciencegarden
sprach er über Universitäts-Manager, die Bachelorisierung des deutschen Hochschulwesens
und akademische Michelin-Sterne.
Eine Milliarde Menschen sind unternährt. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind.
Nicht der Mangel an verfügbaren Lebensmitteln, sondern ein perverses Weltwirtschaftssystem
trägt daran Schuld. Mauricio García vom Schweizer Hilfswerk Swissaid
sprach mit sciencegarden darüber, warum auch in ressourcenreichen Ländern
wie Kolumbien Menschen arm sind und was dagegen zu tun ist.
Am
14. Dezember 1989 verstarb der russische Physiker und Friedesnobelpreisträger
Andrej Dmitrijewitsch Sacharow. Sein Einsatz für nukleare Abrüstung und Menschenrechte
ist auch nach 20 Jahren ein leuchtendes Vorbild.
Alle
Menschen haben eine Weltanschauung – aber welche? Der „Philomat“, ein Weltanschauungsermittlungsapparat
in Buchform, hilft uns, das herauszukriegen. Spielerisch und anspruchsvoll zugleich
gibt er dem eigenen Denken einen Namen und führt in die Philosophie ein, ohne
sich anzubiedern.
Über
den Reichtum einer entwickelten Gesellschaft entscheidet heute in erster Linie
das Netzwerk von Wissenschaft, Technologie und Wirtschaft. Das amerikanische
Netzwerk ist anders verdrahtet als das Europäische. Es ist schneller, effizienter,
muskulöser. Das europäische ist träger und stabiler.
Einsamkeit
ist nicht nur ein individuelles Schicksal, sondern auch eine gefährliche gesellschaftliche
Kraft. Doch statt sie zu bekämpfen, sollten wir sie annehmen und für den Aufbau
neuer, tieferer Beziehungen nutzen, meint der amerikanische Politikwissenschaftler
Thomas Dumm.
Seit
der letzten Landtagswahl im Januar dieses Jahres regiert Roland Koch (CDU) in
Hessen nur noch geschäftsführend. Im sciencegarden-Interview erklärt
er dennoch selbstbewusst, warum Universitäten Dienstleistungsunternehmen werden
sollen und Studiengebühren sinnvoll sind, auch wenn er sie in Hessen so schnell
nicht wieder einführen will.
Am
12. Juni dieses Jahres lehnte eine Mehrheit der Iren den Reformvertrag von Lissabon
ab. Darauf hieß es fast unisono in den Medien, Europa befände sich in der Krise.
Dabei gibt es mehr als gute Gründe den Vertrag zu verwerfen. Demokratie, Rechts-
und Sozialstaatlichkeit stehen auf dem Spiel.

