Arbeitswelt
Die Promotionskrise. Vom Leidensweg einer Doktorandin
30. März 2009 - 6:06 | Autor: Jana Hohenfeld | Typ: Meinungen
Praktikanten aller Branchen vereinigt euch!
1. Juni 2006 - 10:00 | Autor: Christina Erfeling | Typ: Berichte
Leistung muss sich wieder lohnen!
1. Januar 2004 - 13:00 | Autor: Holger Spieckermann | Typ: Fundstücke
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Kaum etwas prägt unsere moderne Gesellschaft so stark wie der Glaube, dass individuelle Leistung den Erfolg bestimmt. In seinem jetzt auf Deutsch erschienen Bestseller Überflieger dekonstruiert Malcolm Gladwell diesen Mythos, indem er außergewöhnliche Erfolge unter die Lupe nimmt.
Dass
die Promotion kein Spaziergang werden würde, war unserer Autorin von vornherein
klar. Doch das Ausmaß der Krise, in die sie an der Seite ihres Doktorvaters
geriet, hätte sie beinahe auf Abwege gebracht. Promovierenden möchte sie deswegen
ein paar Tipps auf den steinigen Weg zum Doktorhut geben.
Wer
seine erste Stelle als Lehrsklave an der Hochschule antritt, der verliert
erst einmal die Sprache. Die größte Herausforderung des Berufsstarts
ist nämlich das ungeklärte Verhältnis von „Du“
und „Sie“. Eine persönliche Leidensgeschichte.
Holm
Friebe und Sascha Lobo sind mit ihrem Buch „Wir nennen es Arbeit“
in aller Munde – zu Unrecht.
Für
12 Monate unbezahlter Praktikant mit 60-Stunden-Woche? Gelegentlich muss
man auch ein eigenes Fahrzeug und einen Laptop stellen. Der Verein „Fairwork“ geht
als erste Interessenvertretung gegen Praktikanten-Ausbeute vor.
Wer heutzutage bei Arbeitsplatzsuche, Auftragsvergaben oder Praktika eine Chance haben will, muss mehr denn je „Vitamin B“ haben: Beziehungen sind wichtig, um im Zweifelsfall über mehr Informationen zu verfügen als der Mitbewerber. Kommunikation auf informeller Ebene – neudeutsch Networking – steht hoch im Kurs. Eine besonderes effektive Form des Networking ist das Mentoring.
Fällt der Begriff „Assessment Center“, bricht der große Schrecken aus. Oh Gott, ein AC! Unzählige Ratgeber verwirren oft mehr als sie helfen. Worum geht es aber bei diesem Verfahren grundsätzlich, wo liegen seine Probleme, und was kann man zur Vorbereitung auf ein AC tun?
Wer
nur die Schul- und Hochschulwelt gesehen hat, der ist von der Arbeitswelt
oft schockiert. Aber wie wirkt die Universität auf einen jungen Geschäftsführer?
Unser Autor ist jetzt wieder Student…
Angst
vor gefährlichen Situationen ist überlebenswichtig, vor einer Prüfung
ist sie allerdings sehr kontraproduktiv. Warum ein eigentlich nützliches
Gefühl in einer Prüfungssituation so negative Folgen haben kann...
Neben
Großunternehmen wollen bald auch viele Unis geeignete Bewerber mit
Eignungstests herausfiltern. Vielfältige, sich teilweise ausschließende
Anforderungen erschweren es dabei den Kandidaten, ihre eigene Leistung richtig
einzuschätzen. Der nächste Karriereschritt gerät zur Zitterpartie...
Was
ist das: Immer mehr wirtschaftliche Effizienz – immer weniger Personen,
die dafür schuften? Richtig, das Paradies. Noch nennen wir es „Krise“,
aber immer mehr Jugendliche brechen auf: raus aus der Krise, rein ins Paradies.
Wie
sieht eine Gesellschaft aus, in der die berufliche Karriere nicht von der
sozialen Herkunft, sondern von der individuellen Leistung abhängt? Michael
Young hat die Zukunftsvision einer Gesellschaft beschrieben, in der nur Leistung
zählt – die Meritokratie.
Wie
wird man Wissenschaftler? Die einfache Antwort: Promovieren, vielleicht habilitieren
und dann berufen werden. Der differenzierte Blick auf wissenschaftliche Karrieren
räumt mit dieser Illusion auf...

