Ökonomie
Entzauberte Mär von der Allmacht des Marktes
1. Dezember 2008 - 8:00 | Autor: Tim Engartner | Typ: Meinungen
Vom Versuch, ökonomische Probleme wie ein Ingenieur anzugehen
1. Oktober 2005 - 12:00 | Autor: Nadine M. Schöneck | Typ: Berichte
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Irgendetwas stimmt mit dem Navigator nicht. Die letzte Ausfahrt vor Erreichen jenes unwegsamen Terrains, das durch historisch einmalige ökologische und ökonomische Krisenszenarien bestimmt ist, wurde leider verpasst.
Kritik am sogenannten Reformprozess von Bologna ist allerorten zu vernehmen. Doch mit einer Reform der Reform ist es kaum getan. Der Philosoph Slavoj Žižek sieht viel tiefergehende Ursachen am Werk. Gerade die politische Linke sollte sich deren bewusst sein.
Kaum etwas prägt unsere moderne Gesellschaft so stark wie der Glaube, dass individuelle Leistung den Erfolg bestimmt. In seinem jetzt auf Deutsch erschienen Bestseller Überflieger dekonstruiert Malcolm Gladwell diesen Mythos, indem er außergewöhnliche Erfolge unter die Lupe nimmt.
Besonders für die Geisteswissenschaften ist diese Frage in Zeiten von Exzellenzoffensiven und grassierender Evaluitis von vitaler Bedeutung. Unter reißerischem Titel versammelt der Campus-Verlag namhafte Autoren - die jenseits von Qualitätsnormen und Akkreditierungsmechanistik Grundlegendes zu sagen wissen.
Weltweit schnüren Regierungen milliardenschwere Hilfspakete, um angeschlagene Banken zu retten, verunsicherten Bürgerinnen und Bürgern Vertrauen einzuflößen und ein Abgleiten ihrer Volkswirtschaften in die Rezession zu verhindern. Stehen wir nun vor dem Ende des globalen Kasinokapitalismus - einem System, in dem das weltweite Devisengeschäft den Handel mit Waren und Dienstleistungen um das 70-fache übersteigt?
Der einstmals als böse geschmähte Kapitalismus wird jetzt gut. Aus
dem Raubtier wird eine auf ihr Karma bedachte Kuschelkatze – das meinten
jedenfalls einige Trendforscher auf dem 12. Deutschen Trendtag, der
am 8. Mai in Hamburg stattgefunden hat.
Ein Interview mit Professor Dr. Axel Ockenfels, Kölner Ökonom und Träger des Leibniz-Preises 2005.
Wie
sähe eine Welt aus, in der jeder genau das Gleiche tut, wie bisher,
nur ohne Geld? Antwort: Das einzige was wir verlören, wäre die
Kenntnis unseres genauen Kontostandes.

