Rezensionen
Philologisches für Feinschmecker
15. September 2011 - 17:12 | Autor:
Christian Dries
| Typ:
Fundstücke
Eine schrecklich traurige Familie
11. September 2009 - 16:00 | Autor:
Christian Dries
| Typ:
Fundstücke
Arnim Regenbogen hat eine
Chronik der philosophischen Werke
verfasst, die Einsichten in unbekannte Bezüge verspricht, jedoch vor allem eines belegt: Querverbindungen entstehen im Kopf.
Christian Wohlers hat seine Reihe von exzellenten Neuübersetzungen der Hauptwerke René Descartes' um den
Discours de la Méthode
ergänzt. Das „vielleicht berühmteste Vorwort der Philosophie“ erstrahlt in neuem Glanz.
Der Kölner Rhetorik-Trainer Peter Sprong hat einen ungewöhnlichen Ratgeber geschrieben. Statt die üblichen methodischen Kniffe zu verkaufen, lotet er das (typisch deutsche) Unbehagen an der öffentlichen Rede aus und schickt seine Leser auf die Reise zu den Quellen von Scham und Schuld.
Wie sich über das „Miteinander der Kulturen“ nachdenken lässt, zeigen zwei Kulturwissenschaftler aus der Lausitz, einer zweisprachigen Region, in der die anerkannte Minderheit der Sorben lebt. Anmerkungen zum letzten Interview mit dem deutsch-sorbischen Schriftsteller Jurij Brězan
„Steig oder stirb“ ist ein Buch, das man entweder euphorisch weiterempfehlen „oder abgrundtief hassen kann“. Für seinen Autor, den Extremkletterer Mark Twight, gilt in Bergsteigerkreisen und weit darüber hinaus dasselbe. Hier eine Empfehlung für alle, die mit den extremsten Regungen der menschlichen Natur umgehen können – und eine Kurzzusammenfassung für den Rest.
Der Philosophieprofessor Alfons Reckermann hat eine dreibändige Einführung in den Gedankenkosmos der Antike vorgelegt, die das Prädikat ‚Bildungsreise‘ verdient.
1964 trifft Joachim Fest Hannah Arendt in Baden-Baden zum Radiogespräch – über Adolf Eichmann, das Täterprofil des NS-Regimes und den „Satz vom Widerspruch im Moralischen“. Der Piper-Verlag hat daraus ein Buch gemacht, das wenig Neues bringt, die Forschergemeinde aber dennoch entzücken wird.
Der Hamburger Felix Meiner-Verlag hat seine
Enzyklopädie Philosophie
inhaltlich und optisch gründlich überarbeitet und beweist damit verlegerischen Mut wider den digitalen Zeitgeist.
In seinem jüngst auf Deutsch erschienenen Essay
Von Menschen und anderen
Tieren
verabschiedet John Gray mit großer Geste die Moderne, liebäugelt
mit dem Taoismus und empfiehlt seinen Lesern Zoobesuche.
Selbstfindung
per pedes ist groß in Mode. In seinem Buch „Wohin pilgern wir?“ erklärt Notker
Wolf, warum der Weg nicht das Ziel ist, und erzählt von mittelalterlichen Reisenden,
denen die Pilgerfahrt als Alibi für ihre Abenteuerreisen diente. Die bewundernswerte
Kenntnistiefe des Autors, gepaart mit seinem herzlichen Humor, macht das Buch
zu einem Lesevergnügen.
Der
britische Musikwissenschaftler Alexander Waugh hat eine Biographie des Pianisten
Paul Wittgenstein geschrieben, die sich als psychiatrische Familienakte
geriert und darüber hinaus nur wenig Neues zu vermelden weiß.
Alle
Menschen haben eine Weltanschauung – aber welche? Der „Philomat“, ein Weltanschauungsermittlungsapparat
in Buchform, hilft uns, das herauszukriegen. Spielerisch und anspruchsvoll zugleich
gibt er dem eigenen Denken einen Namen und führt in die Philosophie ein, ohne
sich anzubiedern.
Wer
etwas auf Benimm hält, beruft sich gern auf den Freiherrn Knigge. Wenn also
ein Campus-Knigge erscheint, dann scheint es wohl um Benimm-Regeln für den Campus,
sprich die universitäre Welt zu gehen, oder etwas nicht? „Jein“, lautet die
Antwort.
Immanuel Kant ist auch 275 Jahre nach seiner Geburt so aktuell wie eh und je. Allerdings ist der Königsberger Meisterdenker nicht ganz einfach zu verstehen. Wie also mit der Kant-Lektüre beginnen? Und mit welcher Ausgabe? sciencegarden hat die Vor- und Nachteile von vier maßgeblichen Kant-Editionen getestet und mit namhaften Experten gesprochen.
Kaum etwas prägt unsere moderne Gesellschaft so stark wie der Glaube, dass individuelle Leistung den Erfolg bestimmt. In seinem jetzt auf Deutsch erschienen Bestseller
Überflieger
dekonstruiert Malcolm Gladwell diesen Mythos, indem er außergewöhnliche Erfolge unter die Lupe nimmt.